Nun wissen wir mehr, denn nun war Leonie bei der Tierärztin unseres Vertrauens.
Nach ihrer Einschätzung war Leonie nicht so alt, wie wir dachten. Sie muss also gerade mal knapp 4 Wochen alt gewesen sein, als sie ausgesetzt wurde. an ihrem Verhalten, das nur ganz allmählich anders wird, kann man noch ablesen, wie sehr sie gekämpft hatte.
Jemand hat sie ganz einfach auf unserem Vorplatz, oder ganz in der Nähe abgelegt - um nicht zu sagen: Weggeworfen...
Bis sie den Verschlag fand, der sie schützte vor den Wettereinflüssen und vor fremden Katzen und anderem Getier, musste sie sich sehr anstrengen. Der harte Boden des Vorplatzes war nicht gerade eine Wohltat, weitere Strecken zurücklegen, naja. Von was sie sich ernährt hat, läßt sich nur vermuten. Zuerst kleine Insekten und Wasser lecken, am Morgen, wenn alles schön feucht war. Aber da kamen auch die fremden Kater aus der Nachbarschaft, und der eine, der ganz wilde. Erst fürchtete sie sich sehr, dann bekam sie heraus, dass der schwarze Kater, der immer auftauchte, direkt beim Haus gefüttert wurde. Wenn sie flink war, fiel da etwas ab für sie.
Nein, es stand auf keinem Insekt, auf keinem Getier, auf keinem Futter geschrieben, dass es für Katzenbabys geeignet ist... Das alles interressierte Leonie nicht, sie wollte nur überleben. Dass der Bussard zu Besuch kam war auch kein Spass, schnell in den Verschlag kriechen !...
Sie merkte, dass das Futter das sie ergatterte, ihr Kraft gab. So wurde sie kecker, und griff die anderen Kater schon mal an, wenn auch immer gleich auf dem Sprung zur Flucht... Manchmal liessen sie sich beeindrucken, und sie konnte etwas mehr von dem Futter zu sich nehmen, als nur das, was gnädigerweie übrig blieb. Allmählich war sie aber von Zecken besiedelt, was sie wieder schwächte und unruhig machte. Dagegen konnte sie sich leider nicht selber helfen.
Sie hatte mit der Zeit fast dauernd Hunger, und Bauchschmerzen plagten sie oft auch. Manchmal kamen Durchfälle dazu. Nach weiteren 14 Tagen wurde sie gezielt gefüttert, das tat gut. Hatte wer etwas bemerkt? Sie wurde aufmerksam, und da kam doch jeden Tag ein Mann, der die Schüsselchen hinausstellte - der auch schon mal von draussen kam.
Irgendwann lief sie ihm über den Weg, huschte dann aber rasch davon und verbarg sich.
Doch dann kam der Tag an dem sie sich beide in die Augen sahen - ihre waren noch blau...
Einige Tage später war bei dem Mann eine Frau, und die Leute machten eine Türe ganz weit auf. Es roch nach Essen...
Da spazierte sie hinein, und wollte seitdem freiwillig nicht mehr hinaus. Das erste, was ihr passierte, war, dass sie von den vielen Zecken befreit wurde.
Ja, und nun ist sie bei uns und unseren anderen Katzen, entwurmt, geimpft, - wir sahen ihr beim Wachsen und Gedeihen zu.
Sie ist immer noch ein wenig wild, und plagt unseren Kater tüchtig. Hin und wieder will sie noch Essen stehlen, weil sie Angst hat, wieder Not leiden zu müssen.
Aber, sie schläft nun mehr und ruhiger.
Im August wird sie sterilisiert.
Manche Leute scheuen die Kosten, die mit einem Tier verbunden sind. Besonders bei weiblichen Tieren ist das Sterilisieren teurer, als bei einem Kater. Also wird das oft unterlassen, die Jungen die dann kommen werden ausgesetzt, oder umgebracht - je nach Mentalität der Leute.
Aber, so eine Katze lebt auch unbeschwerter, wenn sie nicht im Jahr zweimal Junge werfen muss, weil das nun mal so ist in der Natur, wenn sie nicht sterilisiert wurde.
Was aber am meisten erschüttert: Wie kann man so ein bezauberndes Wesen voll Leben aussetzen?
Leonie ist satt. Vorerst...
Donnerstag, 12. Juli 2012
Donnerstag, 7. Juni 2012
Leonie heute
Hier ist noch lazy Sunday - unbeschwert:
Unser Findelkind, die neue Katze Leonie, wächst und gedeiht. Heute hatten wir aber ein Erlebnis, das zu denken gab:
Heute am Abend holte sich mein Mann sein Vesper. Er begann zu essen, säbelte die Wurst klein, das Brot war in Scheiben. Leonie sprang auf den Tisch, stürzte sich auf das Vesperbrett, schlug das Messer weg, schlug die Hand meines Mannes mit ausgefahrenen Krallen, holte sich Wurststücke und schnappte sich eine ganze Scheibe Brot - und das obwohl sie genug zu essen hatte, und zuvor gefüttert worden war.
Die Wurst ass sie, die Scheibe Brot wollte sie mitnehmen...
Wie sehr musste sie um ihr Leben gekämpft haben? Vielleicht schon dort, bei den unbekannten Leuten, die sie ausgesetzt haben. Einen Verdacht haben wir. Wenn das stimmen würde, dann hätte sie sich auch noch - was das Essen angeht - gegen zwei Hunde behaupten müssen.
Dann wäre ihre Katzenmami eine ältere Dame, und Leonie vielleicht die einzige und letzte, die diese Katze zur Welt bringt. Ihre Besitzerin hat die Mutterkatze irgendwann mal als einziges Tier gehabt, und die früheren Jungen gingen reissend weg. Nun aber war es nur noch ein einziges, graues Tier, nichts Besonderes.
Ihre Hunde waren schon immer wichtiger, und der Ehemann ist auch nicht gerade der Feinfühlendste, was Katzen angeht.
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber diese Frau, von der ich vermute, dass sie Leonie ausgesetzt hat in unserer Nähe, weiss wo wir wohnen, und sie weiss, dass es Katzen bei uns gut geht...
Als mein Mann sie zum ersten Mal sah, und noch über eine Woche danach, hatte Leonie noch blaue Augen. Wie kann man ein kleines Tier nur so früh schon seiner Mutter wegnehmen, und aussetzen? Selbst wenn ihre Mutter sie vielleicht nicht länger angenommen hat, was ja bei unserem Kater so war, ist das kein Grund eine Katze auszusetzen.
So, wie mit den Tieren, mit den alten Menschen, mit den Armen und Hilflosen umgegangen wird, so ist diese Gesellschaft.
Und, es wird permanent schlimmer statt besser, denn unsere Leuchten und Stützen der Gesellschaft leben es ja vor, wie gegen alle anderen zu handeln ist - die Regierenden geben es vor, wie alle auseinander zu spalten und klein gehalten werden sollen.
Aber, Tiere bekamen schon immer mehr an Rücksichtslosigkeiten ab, galten sie ja nur als Gegenstände, als irgendetwas das Nutzen haben sollte. So, wie die Menschen heute auch - nützlich sein um jeden Preis.
Ja, und wer da nichts hermacht, ist eben unten durch.
So, wie die kleine Katze nun...
Wir sind echt das Letzte...
Unser Findelkind, die neue Katze Leonie, wächst und gedeiht. Heute hatten wir aber ein Erlebnis, das zu denken gab:
Heute am Abend holte sich mein Mann sein Vesper. Er begann zu essen, säbelte die Wurst klein, das Brot war in Scheiben. Leonie sprang auf den Tisch, stürzte sich auf das Vesperbrett, schlug das Messer weg, schlug die Hand meines Mannes mit ausgefahrenen Krallen, holte sich Wurststücke und schnappte sich eine ganze Scheibe Brot - und das obwohl sie genug zu essen hatte, und zuvor gefüttert worden war.
Die Wurst ass sie, die Scheibe Brot wollte sie mitnehmen...
Wie sehr musste sie um ihr Leben gekämpft haben? Vielleicht schon dort, bei den unbekannten Leuten, die sie ausgesetzt haben. Einen Verdacht haben wir. Wenn das stimmen würde, dann hätte sie sich auch noch - was das Essen angeht - gegen zwei Hunde behaupten müssen.
Dann wäre ihre Katzenmami eine ältere Dame, und Leonie vielleicht die einzige und letzte, die diese Katze zur Welt bringt. Ihre Besitzerin hat die Mutterkatze irgendwann mal als einziges Tier gehabt, und die früheren Jungen gingen reissend weg. Nun aber war es nur noch ein einziges, graues Tier, nichts Besonderes.
Ihre Hunde waren schon immer wichtiger, und der Ehemann ist auch nicht gerade der Feinfühlendste, was Katzen angeht.
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber diese Frau, von der ich vermute, dass sie Leonie ausgesetzt hat in unserer Nähe, weiss wo wir wohnen, und sie weiss, dass es Katzen bei uns gut geht...
Als mein Mann sie zum ersten Mal sah, und noch über eine Woche danach, hatte Leonie noch blaue Augen. Wie kann man ein kleines Tier nur so früh schon seiner Mutter wegnehmen, und aussetzen? Selbst wenn ihre Mutter sie vielleicht nicht länger angenommen hat, was ja bei unserem Kater so war, ist das kein Grund eine Katze auszusetzen.
So, wie mit den Tieren, mit den alten Menschen, mit den Armen und Hilflosen umgegangen wird, so ist diese Gesellschaft.
Und, es wird permanent schlimmer statt besser, denn unsere Leuchten und Stützen der Gesellschaft leben es ja vor, wie gegen alle anderen zu handeln ist - die Regierenden geben es vor, wie alle auseinander zu spalten und klein gehalten werden sollen.
Aber, Tiere bekamen schon immer mehr an Rücksichtslosigkeiten ab, galten sie ja nur als Gegenstände, als irgendetwas das Nutzen haben sollte. So, wie die Menschen heute auch - nützlich sein um jeden Preis.
Ja, und wer da nichts hermacht, ist eben unten durch.
So, wie die kleine Katze nun...
Wir sind echt das Letzte...
Dienstag, 5. Juni 2012
Tage, die besonders sind...
Familienzuwachs.
Es ist noch dunkel draussen, wenn mein Mann unseren vierbeinigen, freilaufenden Kostgänger, einen Scheidungs-Waisenkater aus der Nachbarschaft füttert. Das war an diesem Morgen erledigt, wir tranken Kaffee in der Küche.
Später dann, es dämmerte schon ganz leicht der Morgen, bevor er starten musste zur Arbeit, sah mein Mann noch einmal nach - auch wie immer - ob der Kostgänger leergegessen hatte. Hatte er, aber da gab es im Dämmerlicht noch eine flüchtige Bewegung und ein leises Maunzen. Vorsichtig öffnete mein Mann die Türe hinaus, doch da flitzte etwas ganz rasch davon.
Am nächsten Morgen, als das Futter draussen war, blieb der Kostgänger aus. Nach einer Weile klapperte aber das Schüsselchen...
Rasch nachsehen, und da war wieder dieses flüchtige, graue Etwas, wieselflink und klein...
Am dritten Morgen rannte nichts mehr schnell weg, und es zeigte sich, dass es eine kleine Katze war. So winzig noch, gerade mal höchstens 5 Wochen alt.
Wie war sie hierher gekommen?
Wie hatte dieses kleine Wesen es geschafft, die steile Treppe herabzukommen?
Oder den steilen Hang herauf, und auch da eine steile Treppe...
Hatte sie jemand ausgesetzt auf unserer Vorplatz-Terrasse?
Oder hatte sich das kleine Tier doch selber hergekämpft, weil es entdeckt hatte, dass es hier Futter gab? Vor allem zerdrücktes Futter...
Die kleine Katze liess sich lange nicht mehr sehen - nur am Morgen. Wo war sie sonst, und in der Nacht? Es regnete, aber sonderlich nass war sie nicht, wenn sie am Morgen kam. Wo verbarg sie sich? Ängstlich war sie ja noch.
Geduld war angesagt.
Freches Gesichtlein, und forsches Flitzen, das konnte sie rasch. Vor allem fürchtete sie die grossen Füsse der grossen Menschen...
Trotzdem redete mein Mann mit ihr, egal ob sie stehenblieb, oder erst mal flüchtete, und sich zwischen den Büscheln hinter dem Zaun beim Nachbarn versteckte.
Dann hatte ich das Glück, dass sie draussen sitzen blieb. Also, sah ich sie auch. Blanke lebhafte, kleine Äuglein. „Bist Du vom Himmel auf meine Terrasse gefallen? Wie ein kleines lebendiges Wunder?“ Eine Antwort, die ich verstanden hätte, konnte sie mir ja nicht geben. Sie ist vielleicht für andere Leute nichts Besonderes, einfach nur eine kleine graue Katze zuviel...
Wie konnte man nur so ein kleines, zauberhaftes Kätzchen verstossen?
Und dann kamen die kalten Nächte. Zitternd stand sie morgens an ihrem Fressnapf. „Wir müssen sie herein nehmen“, sagte mein Mann. Was würden unsere beiden schon hier heimischen Katzen dazu sagen? Würde es gut gehen?
Ich ging am nächsten Morgen hinaus. Es war zwar kühl, aber es regnete gerade nicht. Das erste Morgenlicht legte sich allmählich wie ein sachter Saum am Waldrand ab, und einzelne Lichtstreifen versuchten sich Bahn zu brechen.
Es war einer jener Morgen, an denen man sich nach dem Aufstehen noch so wunderbar sauber und unschuldig fühlt - wie frisch in die Welt gefallen. Fast wie ein Engel... Und die kleine Katze blieb vor mir sitzen, und sah vor sich hin, und dann mich an. Als wollte sie sagen: „Auch wenn ich nur grau bin, schau, wie vollkommen und schön ich bin.“
Ja ein Engel würde ich wieder einmal sein müssen, für eine weitere verstossene Katze. Was war es wohl? Ein Mädchen, oder ein Junge?
Am nächsten Morgen sollte sie zu uns herein. Es kam anders, denn es regnete wieder, und war recht kalt. Am späten Nachmittag, als mein Mann wieder zu Hause war, tauchte sie auf. Und nun sahen wir auch, wo sie „hauste". Hinten unter der Treppe war eine Art Höhle, ein Verschlag, in dem allerlei Blumentöpfe und anderes Zeug aufgeräumt war. Da hatte sie sich verborgen vor den Leuten und vor dem Regen.
Nur gegen die Kälte half es nicht so gut, und sie war ja noch so klein.
Zitternd tauchte sie auf, ass erst noch mal draussen, und blieb dann stehen. Als wir vorsichtig die Türe ganz weit aufmachten, sah sie erst verdutzt auf, dann stürmte sie geradezu herein. Im Stuhl am Flurschrank lag unsere weibliche Katze. Sie fauchte und knurrte sofort, und war nicht begeistert. Unser Kater kam etwas vorsichtig und langsam dazu. Mein Mann hob die neue Katze erst mal auf, und guckte mal nach: Ein Mädchen.
Leonie, das hatten wir schon besprochen. Wenn es ein Junge gewesen wäre, dann eben Leo. Was hatte unsere Katze gegen ein weiteres Mädchen?...
Der Kater war erst auch nicht begeistert, aber er war nicht aggressiv, nur ein wenig mürrisch. Die kleine Katze merkte die Ablehnung, und schlug nach dem Kater. Der schlug erst mal zurück, aber vorsichtig. Die Keilereien mit der grossen Katze sind da schon anders...
Nun, also so allmählich verguckte sich der Kater in das kleine, quirlige Wesen, und sie tobten durch die Wohnung. Um die maulende und brummende grosse Katze scherten sie sich nicht mehr.
Das Tabu, abends nicht in mein Zimmer, wenn ich noch meine Ruhe will - ausser sie legen sich hin - haben sie sich gehalten, auch die neue Katze. Der Kater scheuchte sie hinaus. Nun steht dann erst mal Tierarzt an, und dann sehen wir weiter.
Ich hoffe, unsere Grosse akzeptiert die kleine Leonie auch noch.
Es ist noch dunkel draussen, wenn mein Mann unseren vierbeinigen, freilaufenden Kostgänger, einen Scheidungs-Waisenkater aus der Nachbarschaft füttert. Das war an diesem Morgen erledigt, wir tranken Kaffee in der Küche.
Später dann, es dämmerte schon ganz leicht der Morgen, bevor er starten musste zur Arbeit, sah mein Mann noch einmal nach - auch wie immer - ob der Kostgänger leergegessen hatte. Hatte er, aber da gab es im Dämmerlicht noch eine flüchtige Bewegung und ein leises Maunzen. Vorsichtig öffnete mein Mann die Türe hinaus, doch da flitzte etwas ganz rasch davon.
Am nächsten Morgen, als das Futter draussen war, blieb der Kostgänger aus. Nach einer Weile klapperte aber das Schüsselchen...
Rasch nachsehen, und da war wieder dieses flüchtige, graue Etwas, wieselflink und klein...
Am dritten Morgen rannte nichts mehr schnell weg, und es zeigte sich, dass es eine kleine Katze war. So winzig noch, gerade mal höchstens 5 Wochen alt.
Wie war sie hierher gekommen?
Wie hatte dieses kleine Wesen es geschafft, die steile Treppe herabzukommen?
Oder den steilen Hang herauf, und auch da eine steile Treppe...
Hatte sie jemand ausgesetzt auf unserer Vorplatz-Terrasse?
Oder hatte sich das kleine Tier doch selber hergekämpft, weil es entdeckt hatte, dass es hier Futter gab? Vor allem zerdrücktes Futter...
Die kleine Katze liess sich lange nicht mehr sehen - nur am Morgen. Wo war sie sonst, und in der Nacht? Es regnete, aber sonderlich nass war sie nicht, wenn sie am Morgen kam. Wo verbarg sie sich? Ängstlich war sie ja noch.
Geduld war angesagt.
Freches Gesichtlein, und forsches Flitzen, das konnte sie rasch. Vor allem fürchtete sie die grossen Füsse der grossen Menschen...
Trotzdem redete mein Mann mit ihr, egal ob sie stehenblieb, oder erst mal flüchtete, und sich zwischen den Büscheln hinter dem Zaun beim Nachbarn versteckte.
Dann hatte ich das Glück, dass sie draussen sitzen blieb. Also, sah ich sie auch. Blanke lebhafte, kleine Äuglein. „Bist Du vom Himmel auf meine Terrasse gefallen? Wie ein kleines lebendiges Wunder?“ Eine Antwort, die ich verstanden hätte, konnte sie mir ja nicht geben. Sie ist vielleicht für andere Leute nichts Besonderes, einfach nur eine kleine graue Katze zuviel...
Wie konnte man nur so ein kleines, zauberhaftes Kätzchen verstossen?
Und dann kamen die kalten Nächte. Zitternd stand sie morgens an ihrem Fressnapf. „Wir müssen sie herein nehmen“, sagte mein Mann. Was würden unsere beiden schon hier heimischen Katzen dazu sagen? Würde es gut gehen?
Ich ging am nächsten Morgen hinaus. Es war zwar kühl, aber es regnete gerade nicht. Das erste Morgenlicht legte sich allmählich wie ein sachter Saum am Waldrand ab, und einzelne Lichtstreifen versuchten sich Bahn zu brechen.
Es war einer jener Morgen, an denen man sich nach dem Aufstehen noch so wunderbar sauber und unschuldig fühlt - wie frisch in die Welt gefallen. Fast wie ein Engel... Und die kleine Katze blieb vor mir sitzen, und sah vor sich hin, und dann mich an. Als wollte sie sagen: „Auch wenn ich nur grau bin, schau, wie vollkommen und schön ich bin.“
Ja ein Engel würde ich wieder einmal sein müssen, für eine weitere verstossene Katze. Was war es wohl? Ein Mädchen, oder ein Junge?
Am nächsten Morgen sollte sie zu uns herein. Es kam anders, denn es regnete wieder, und war recht kalt. Am späten Nachmittag, als mein Mann wieder zu Hause war, tauchte sie auf. Und nun sahen wir auch, wo sie „hauste". Hinten unter der Treppe war eine Art Höhle, ein Verschlag, in dem allerlei Blumentöpfe und anderes Zeug aufgeräumt war. Da hatte sie sich verborgen vor den Leuten und vor dem Regen.
Nur gegen die Kälte half es nicht so gut, und sie war ja noch so klein.
Zitternd tauchte sie auf, ass erst noch mal draussen, und blieb dann stehen. Als wir vorsichtig die Türe ganz weit aufmachten, sah sie erst verdutzt auf, dann stürmte sie geradezu herein. Im Stuhl am Flurschrank lag unsere weibliche Katze. Sie fauchte und knurrte sofort, und war nicht begeistert. Unser Kater kam etwas vorsichtig und langsam dazu. Mein Mann hob die neue Katze erst mal auf, und guckte mal nach: Ein Mädchen.
Leonie, das hatten wir schon besprochen. Wenn es ein Junge gewesen wäre, dann eben Leo. Was hatte unsere Katze gegen ein weiteres Mädchen?...
Der Kater war erst auch nicht begeistert, aber er war nicht aggressiv, nur ein wenig mürrisch. Die kleine Katze merkte die Ablehnung, und schlug nach dem Kater. Der schlug erst mal zurück, aber vorsichtig. Die Keilereien mit der grossen Katze sind da schon anders...
Nun, also so allmählich verguckte sich der Kater in das kleine, quirlige Wesen, und sie tobten durch die Wohnung. Um die maulende und brummende grosse Katze scherten sie sich nicht mehr.
Das Tabu, abends nicht in mein Zimmer, wenn ich noch meine Ruhe will - ausser sie legen sich hin - haben sie sich gehalten, auch die neue Katze. Der Kater scheuchte sie hinaus. Nun steht dann erst mal Tierarzt an, und dann sehen wir weiter.
Ich hoffe, unsere Grosse akzeptiert die kleine Leonie auch noch.
Sonntag, 4. Dezember 2011
Adventsleuchten
Es kommt eigentlich nicht so sehr darauf an, wie viele Kerzen leuchten, wie grandios der Weihnachtsschmuck ausfällt. Gemeint ist ein anderes Leuchten, das von innen her ausstrahlt, und meistens erst dann sichtbar wird, wenn man sich auf den Menschen einläßt.
Wenn es dann noch gelingt, einen anderen Menschen, - ein anderes Lebewesen,- in das Leuchten einzubeziehen, ist es umso schöner.
Und so geschah es, dass heute geleuchtet wurde - und wir voll Freude zurückblieben. Eigentlich wollten wir einen ruhigen Adventstag, aber es kam ein wenig anders. Wir hatten Besuch, behinderte Menschen, die sich einsam fühlten, ausgegrenzt auf die besondere Art. Nein, diese Menschen sind nicht mit auf dem Bild - sie fürchten sich vor den anderen...
Einer davon kann nur schlecht reden, aber Musik liebt er über alles. Das stellte kein Problem dar, er bekam seine Musik. Und wir anderen versuchten mit einer oft depressiv resignierenden Person den Alltag ein wenig zu vergessen, andere Dinge zu reden als nur über anstehende Pflichten und Ärgernisse. Wir sangen ein wenig miteinander - es war vermutlich nicht schön, aber lustig, schräg, und auch etwas laut.
Und dann kam unsere Katze, die wir vor drei Jahren total verschüchtert und krank aufgenommen hatten, und setzte sich zu der anderen Frau, und rieb ihren Kopf an deren Beinen. Ihre Angst vor fremden Frauen schien verflogen zu sein - wenigstens für diesen Moment.
In die sonst oft leeren, bitteren Gesichter kam Lebhaftigkeit. Die kränkende Welt des Alltags war weit weg gerückt, und dann kam die Frage dieser aufleuchtenden Frau: "Wir sind das doch wert, oder?" Während eine von uns den Arm um sie legte, bestätigte ihr mein Mann: "Ja, und ob wir das wert sind. Das braucht jeder Mensch hin und wieder, das ist lebensnotwendig." Und sie meinte: "Bei Euch bekomme ich wieder eine Ahnung davon, wer ich sein könnte, ausserhalb aller Zwänge."
Nein, wir sind keine Engel, jeder von uns hat auch zu kämpfen, hat seine Macken und Schrullen - und im Alltag auch die Zwänge. Zwei Stunden einer Woche: Einander ein wenig Heimat bieten... Und wie viel war es doch, wie schön diese Stunden.
Darin sich gegenseitig Mut machen, dass solche Tage gelebt werden können, ohne Gedanken des Todes, der Verzweiflung. Dass solche Tage, an denen sonst oft nichts ist, ausser der Leere die zu verschlingen scheint, zu überstehen sind - miteinander - ohne, dass ein Mensch irgendwo herumirren muss, um den anderen um sich herum zu entkommen. Jenen anderen, die nur fordern aber keine Geborgenheit anbieten können. Jenem Umfeld, in dem nur die Rede davon ist, wie "gesegnet" man selber ist, und wie schlecht doch die anderen...
Hier, an diesem Sonntag war keiner schlecht, sondern einfach nur Mensch.
Vielleicht gelingt es, ein wenig von diesem Leuchten in den Wochenbeginn zu retten.
Wenn es dann noch gelingt, einen anderen Menschen, - ein anderes Lebewesen,- in das Leuchten einzubeziehen, ist es umso schöner.
Und so geschah es, dass heute geleuchtet wurde - und wir voll Freude zurückblieben. Eigentlich wollten wir einen ruhigen Adventstag, aber es kam ein wenig anders. Wir hatten Besuch, behinderte Menschen, die sich einsam fühlten, ausgegrenzt auf die besondere Art. Nein, diese Menschen sind nicht mit auf dem Bild - sie fürchten sich vor den anderen...
Einer davon kann nur schlecht reden, aber Musik liebt er über alles. Das stellte kein Problem dar, er bekam seine Musik. Und wir anderen versuchten mit einer oft depressiv resignierenden Person den Alltag ein wenig zu vergessen, andere Dinge zu reden als nur über anstehende Pflichten und Ärgernisse. Wir sangen ein wenig miteinander - es war vermutlich nicht schön, aber lustig, schräg, und auch etwas laut.
Und dann kam unsere Katze, die wir vor drei Jahren total verschüchtert und krank aufgenommen hatten, und setzte sich zu der anderen Frau, und rieb ihren Kopf an deren Beinen. Ihre Angst vor fremden Frauen schien verflogen zu sein - wenigstens für diesen Moment.
In die sonst oft leeren, bitteren Gesichter kam Lebhaftigkeit. Die kränkende Welt des Alltags war weit weg gerückt, und dann kam die Frage dieser aufleuchtenden Frau: "Wir sind das doch wert, oder?" Während eine von uns den Arm um sie legte, bestätigte ihr mein Mann: "Ja, und ob wir das wert sind. Das braucht jeder Mensch hin und wieder, das ist lebensnotwendig." Und sie meinte: "Bei Euch bekomme ich wieder eine Ahnung davon, wer ich sein könnte, ausserhalb aller Zwänge."
Nein, wir sind keine Engel, jeder von uns hat auch zu kämpfen, hat seine Macken und Schrullen - und im Alltag auch die Zwänge. Zwei Stunden einer Woche: Einander ein wenig Heimat bieten... Und wie viel war es doch, wie schön diese Stunden.
Darin sich gegenseitig Mut machen, dass solche Tage gelebt werden können, ohne Gedanken des Todes, der Verzweiflung. Dass solche Tage, an denen sonst oft nichts ist, ausser der Leere die zu verschlingen scheint, zu überstehen sind - miteinander - ohne, dass ein Mensch irgendwo herumirren muss, um den anderen um sich herum zu entkommen. Jenen anderen, die nur fordern aber keine Geborgenheit anbieten können. Jenem Umfeld, in dem nur die Rede davon ist, wie "gesegnet" man selber ist, und wie schlecht doch die anderen...
Hier, an diesem Sonntag war keiner schlecht, sondern einfach nur Mensch.
Vielleicht gelingt es, ein wenig von diesem Leuchten in den Wochenbeginn zu retten.
Freitag, 11. November 2011
Abenteuer des Alltags
Der Arzt bestand also darauf, dass ich ihn aufsuche - egal, wie kalt es ist, oder was auch immer. Nun hatte ich mit dem Wetter ja noch Glück...
Aber, ich erscheine nun mal höchstens zwei Mal im Jahr in der Arztpraxis, und jedesmal ist es eine Tortur. Die Praxis ist nicht behindertengerecht, aber das sind die meisten Praxen hier nicht. Ich kann froh sein, überhaupt einen Arzt zu haben, denn hier werden keine neuen Patienten mehr angenommen.
Doch kaum habe ich diese Prozedur also hinter mich gebracht, nachdem ich die Praxisluft schnuppern durfte, schon bin ich krank. Durchfall und Schnupfen...
Toll.
Immerhin konnte ich noch etwas erledigen: Ausgerechnet am Abend vor dem Besuch beim Arzt gab mein Modem den Geist auf - nichts mehr mit Internet...
Ein Modem gibt es kaum noch zu erwerben, einzeln, schon gar nicht für DSL - Router und Modem sind verschmolzen, sozusagen.
Also, auf die Suche machen...
Telekom hat welche zu mieten - aber, der Typ im Shop sagte mir das dauere mindestens 6 Tage, bis das bei mir sei.
Zu lange...
Zu lange ? - Warum? - Nun, da wäre also das egoistische Problem des Eingesperrtseins und des überquellenden Mail-Kontos, aber das ist nicht das Wichtigste.
Da wären die Verbindungen die ich brauche um meinem Mann zu helfen, der selber nicht computern kann.
Dann wären da noch die 3 PC's und das Laptop, die online gehen können sollten, weil ich an diesen anderen Menschen, die wenig Geld haben, helfe, ihre Computerkenntnisse ein wenig aufzubauen.
Die PC's sind zwar schon etwas älter, erfüllen aber noch ihren Zweck.
Also, ein Router, all in one... - und nicht zu teuer.
Ja, das gab es, allerdings verlange dieser etwas ab beim Konfigurieren, als mein voriger. Hilfe von der Telekom gab es nicht, für einige Angaben die eben nur der Provider hat. Da sass ich nun, nur zwei Eingaben und Klicks vom Erfolg entfernt...
Zuerst einmal darüber schlafen...
Heute fand ich das entscheidende Tool, das die Eingabe ergänzt, wenn man die Zugangsdaten des Providers eingibt. Also, gerettet.
Der Telekom aber nehme ich das übel, dass sie so unkooperativ sind. Vielleicht hätte ich ja einen Router genommen, letztendlich. Man kann die Dinger ja mieten.
So aber nicht...
Stattdessen wollte die Dame am Telefon mir eine Handy-Flat andrehen. Das ist aber das Letzte, was ich brauche im Moment.
Was auch zum Schreien ist, wenn die Leute dort betonen, wie angenehm und toll das Gespräch war - auch wenn es nicht stimmt. Sie wollen alle gut bewertet werden - spitzenmässig, sozusagen.
Okay, aber damit lassen sich die Probleme nicht übertünchen...
Es gibt Schlechtere als die Telekom...
Nach 11 Jahren bin ich grösstenteils zufrieden. Ausserdem wurde ich wieder herausgefordert: Ich musste es selbst schaffen. Super, ätsch! - Es hat funktioniert.
Trotzdem...
Aber, ich erscheine nun mal höchstens zwei Mal im Jahr in der Arztpraxis, und jedesmal ist es eine Tortur. Die Praxis ist nicht behindertengerecht, aber das sind die meisten Praxen hier nicht. Ich kann froh sein, überhaupt einen Arzt zu haben, denn hier werden keine neuen Patienten mehr angenommen.
Doch kaum habe ich diese Prozedur also hinter mich gebracht, nachdem ich die Praxisluft schnuppern durfte, schon bin ich krank. Durchfall und Schnupfen...
Toll.
Immerhin konnte ich noch etwas erledigen: Ausgerechnet am Abend vor dem Besuch beim Arzt gab mein Modem den Geist auf - nichts mehr mit Internet...
Ein Modem gibt es kaum noch zu erwerben, einzeln, schon gar nicht für DSL - Router und Modem sind verschmolzen, sozusagen.
Also, auf die Suche machen...
Telekom hat welche zu mieten - aber, der Typ im Shop sagte mir das dauere mindestens 6 Tage, bis das bei mir sei.
Zu lange...
Zu lange ? - Warum? - Nun, da wäre also das egoistische Problem des Eingesperrtseins und des überquellenden Mail-Kontos, aber das ist nicht das Wichtigste.
Da wären die Verbindungen die ich brauche um meinem Mann zu helfen, der selber nicht computern kann.
Dann wären da noch die 3 PC's und das Laptop, die online gehen können sollten, weil ich an diesen anderen Menschen, die wenig Geld haben, helfe, ihre Computerkenntnisse ein wenig aufzubauen.
Die PC's sind zwar schon etwas älter, erfüllen aber noch ihren Zweck.
Also, ein Router, all in one... - und nicht zu teuer.
Ja, das gab es, allerdings verlange dieser etwas ab beim Konfigurieren, als mein voriger. Hilfe von der Telekom gab es nicht, für einige Angaben die eben nur der Provider hat. Da sass ich nun, nur zwei Eingaben und Klicks vom Erfolg entfernt...
Zuerst einmal darüber schlafen...
Heute fand ich das entscheidende Tool, das die Eingabe ergänzt, wenn man die Zugangsdaten des Providers eingibt. Also, gerettet.
Der Telekom aber nehme ich das übel, dass sie so unkooperativ sind. Vielleicht hätte ich ja einen Router genommen, letztendlich. Man kann die Dinger ja mieten.
So aber nicht...
Stattdessen wollte die Dame am Telefon mir eine Handy-Flat andrehen. Das ist aber das Letzte, was ich brauche im Moment.
Was auch zum Schreien ist, wenn die Leute dort betonen, wie angenehm und toll das Gespräch war - auch wenn es nicht stimmt. Sie wollen alle gut bewertet werden - spitzenmässig, sozusagen.
Okay, aber damit lassen sich die Probleme nicht übertünchen...
Es gibt Schlechtere als die Telekom...
Nach 11 Jahren bin ich grösstenteils zufrieden. Ausserdem wurde ich wieder herausgefordert: Ich musste es selbst schaffen. Super, ätsch! - Es hat funktioniert.
Trotzdem...
Sonntag, 21. August 2011
Die Traumzeit ist lange schon vorbei...
...und die Realität - oder, das was der Mensch darunter versteht - hat voll zugeschlagen. Und das, nachdem sich also ein CDU-Politiker kleine Fluchten mit einer 16-jährigen Nymphe gewährt hatte. Dass er dabei, als der Ältere, auch die Rolle des Satyrs inne hatte, darüber werden beide wohl kaum nachgedacht haben.
Was also inzwischen schon als "unnatürlich" und "unnormal" diskutiert wird - ganz junge Frau und sehr viel älterer Mann - ist ein uraltes Thema. Diese Diskussion kann auch nur darum entstehen, weil wir gerne vergessen, dass wir selber es sind, welche die Normen schaffen, nach denen gelebt werden soll. Und, es soll so gelebt werden, wie wir es mit den geschaffenen Regeln und Normen vorgeben, damit das Gelebte akzeptabel ist - für jene, welche diese Normen und Regeln erschaffen.
Nein, ich will keine Lanze brechen für diesen Politiker, denn auch mir hätten sich mindestens die Fussnägel aufgerollt, wenn meine Tochter mit einer derartigen Geschichte angekommen wäre. Aber, es gibt im Leben viele Gründe, warum sich Müttern - Eltern - die Fussnägel aufrollen können, ein älterer Mann ist nur einer davon. Festzuhalten gilt aber, dass es auch da die Wünsche der Eltern, der Mütter, für ihre Töchter sind, die dieses abwehrende Gefühl hervorrufen.
Das war früher einmal anders. Da war es sogar eher üblich, dass junge Frauen einen älteren Mann heirateten. Gleichaltrig, oder gar jünger - wie schrecklich und welche unreife Verbindung ! - Es reichte doch schon, dass ein Teil solcher Ehe jung und unreif war - einer musste doch Vernunft einbringen ! - Und diese Rolle war dem Mann zugedacht - er war das Oberhaupt der Familie, usw. Rudimentäre Überreste dieser Denkweise halten sich allerdings bis heute hartnäckig, sogar bei den Behörden, trotz allen Geschreis um die Gleichberechtigung.
Warum diese Geschichte des Politikers trotzdem irgendwie schmutzig erscheint, hat andere Gründe, als jene der eigentlichen Beziehung. Wir leben nicht mehr in Zeiten der Mythologien - der Quellnymphen und Hirtengötter - der Traumzeiten. Schade, oder? Einerseits... - andererseits überläßt es die gelebte Kultur heute überwiegend den Menschen selber, wie sie sich in ihren Liebesbeziehungen entscheiden.
Allmählich veränderte sich in der Vergangenheit der Umgang mit Beziehung und Ehe, und aus Quellnymphe und Satir wurden "fast noch ein Kind" und "alter Bock".
Zugerichtet auf die Karriere in einer wieder überbetonten und hervorgekehrten Show um eine christliche Leitkultur, bei der sich fast jeder denkende Mensch fragt, wo und was dieselbe sein soll,- hat der besagte Politiker den Satyr rasch wieder abgestreift, und das vermeintlich Richtige getan, um seine Karriere zu retten. Das aber gelang nun nicht, egal ob es eine Intrige war, die ihn letztendlich auffliegen liess und zu Fall brachte, oder nicht. Und genau das.- dass er das vermeintlich Richtige tun wollte,- macht diese Geschichte nun so dreckig.
Dieses zugerichtete Sein auf das Karriereziel hin verträgt sich nicht mit achronistischen Geschichten. Es ist das leichtfertige Geplänkel mit einer jungen Frau, die noch ein Mädchen ist, und hinterher weggeworfen wird wie ein benutzter Wischlappen, welches das Ganze so übel aufstossen läßt bei den Menschen, die sich darüber ereifern. Gegeben hat es das zu allen Zeiten, auch als Missbrauch, - auch als Inzest,- in allen Varianten. Und, auch als Ehe zwischen älterem Mann und junger Frau.
Heute wird nicht mehr so schnell geheiratet, zumeist. Sex wird auch als Liebe bezeichnet - "Liebe machen". Vieles wird so bezeichnet, was eigentlich keine Liebe ist. Darum ist der Begriff der Liebe heute so verkommen, dass man fast zusammenzuckt, wenn dieses Wort benutzt wird, um etwas zu bezeichnen und zu beschreiben, was jemand für Liebe hält. Oder, wenn Jemand will, dass gewisse Vorgänge dafür gehalten werden.
Wir haben keine Zeit mehr für Traumzeiten und Mythologien, für die Langsamkeit des Heranwachsens und Reifens - sei es bei einem Menschen, der Natur, sich selber, den Beziehungen, den Gefühlen, dem Sein in der Welt. Und, immer schon wollte der Mensch die Überraschungen dabei in den Griff bekommen, und erfand Regeln, wie mit allem umzugehen sei. Immer schon gab es auch Menschen, die diese Vorgaben durchbrachen.
Wir sollten uns nicht schlimmer gebärden, als die heilige Inquisition, die schon furchtbar genug war. Bis heute waren wir sehr gründlich darin, alles dafür zu tun, auch die rudimentärsten Verbundenheitsspuren mit einer eigenwilligen Verstehensweise der Geschichten aus der Vergangenheit auszulöschen. Noch gründlicher waren wir im Vernichten der Zeit, der Langsamkeit.
Aus dem Leben haben wir einen schmutzigen Krieg gemacht - den Lebenskampf um Karriere und Geld. Wir machen dabei darauf los, wie im richtigen Krieg auch - und hinterlassen "Kollateralschäden". Darüber nachzudenken, was das für unser Leben bedeutet, das wollen wir lieber nicht.
Auch Jochen Hoff von Duckhome hat sich noch einmal mit diesem Thema befasst:
http://www.duckhome.de/tb/archives/9436-Legalitaet-und-Moral-des-Christian-Ulrik-von-Boetticher.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+Duckhome+%28Duckhome%29
Welt online hat einige junge Mädchen zum Thema befragt:
http://www.welt.de/vermischtes/article13556009/Sex-mit-einem-40-Jaehrigen-Das-ist-absurd.html
Sonntag, 14. August 2011
Der frustrierte Mann
Breivik oder der sexuell frustrierte Mann
Die Zeiten, wo sich Männer relativ einfach mit einer Ehefrau versorgen konnten, sind vorbei. Heute kann es ganz schön schwierig sein, eine abzubekommen. Das sind Männer nicht gewohnt, und es kann sie in schwere Krisen stürzen. Manchmal meine ich, dass Männer der westlichen Hemisphäre die muslimischen Männer heimlich darum beneiden, dass diese immer noch familiär versorgt werden. Obwohl das auch längst bröckelt, weil viele Familien ihre Söhne nicht mehr ausreichend finanziell ausstatten können, bzw. weil die Jugendarbeitslosigkeit auch in arabischen Ländern sehr hoch ist, so dass sie kein Familieneinkommen mehr erzielen und deshalb nicht mehr heiraten können.Mehr erfahren:
http://www.duckhome.de/tb/archives/9421-Breivik-oder-der-sexuell-frustrierte-Mann.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+Duckhome+%28Duckhome%29
Samstag, 21. August 2010
Erinnerungen zwischen den Welten
"Nach dem Gesetz des Staates Israel ist ein Jude jemand, der eine jüdische Mutter hat oder der zur jüdischen Religion konvertiert ist und keine andere Religion angenommen hat."
Nach dieser Definition war mein Grossvater mütterlicherseits Jude. Er starb viel zu früh an den Folgen für seine Gesundheit aus der Zeit mit Hitler.
Ein Leben zwischen den Welten, er damals - ich noch heute.
Er hatte nach Hitler den Traum einer Welt, in der alle ohne Unterschied miteinander - nebeneinander - leben, ohne Hass, ohne Verfolgung, ohne Krieg...
Die Chancen dafür standen eine Weile sehr gut...
Es war auch mein Traum, doch nun bin ich im Grossmutter-Alter, und wieder ist alles anders. Der Frieden, der Traum - den noch mehr Menschen träumten - wurde verspielt. Wieder hat sich eine Zeit überlebt, und wieder wollen Einige die Probleme mit aller Gewalt lösen.
Stacheldraht ist immer noch in, Grenzwälle und Mauern werden neu gezogen, Killerkommandos sind unterwegs um irgendwelche als Terroristen definierte Menschen zu eliminieren, Kriege überziehen viele Teile der Welt. Statt Frieden kehrt die Barbarei zurück, für etwas das mehr an Haben, als an Sein gemahnt.
Mein Land, sagen sie - und glauben es auch. Wenigstens das gehört uns, denken sie - aber was gehört einem Menschen wirklich? Diese Welt nicht, und ein Teil davon eigentlich auch nicht. Nicht einmal das Schwarze unter dem Fingernagel gehört einem Menschen, und das Leben wird irgendwann zu Ende sein - nichts mehr, das er besitzen oder mitnehmen könnte.
Und doch, der Mensch schafft es nicht, mit anderen in Frieden auf dieser Welt zu leben. Vielfalt mag nicht akzeptiert werden, alle sollen so sein, wie der weisse Westen. Warum? Weil wir das so wollen? Was die anderen wollen, die genauso Menschen sind, danach wird - wieder einmal - nicht gefragt, genauso wenig, wie die abgehobene Clique der Reichen und Mächtigen noch etwas nach den Menschen fragt, auch nicht nach denen des eigenen Landes.
Rohstoffe, Börsenkurse, Geld und Macht - das ist alles, was noch wichtig zu sein scheint. Mein Grossvater hatte es wohl ein Leben lang, dieses Gefühl einer unbestimmten Sehnsucht, zwischen den Welten. Ich habe es auch, bis heute...
Das Zitat am Anfang ist aus einem Artikel von Uri Avneri, dieser kann unter folgendem Link gelesen werden:
http://www.radio-utopie.de/2010/08/21/wenn-du-nein-sagst-oder-giftpilze/
Montag, 28. Juni 2010
Ein heisser Tag
Gestern war ein heisser Tag, in jeder Hinsicht. Leider musste ich feststellen, dass es tatsächlich nicht ratsam ist, sich auf eine andere Person verlassen zu müssen.
Termin bei der Arbeitsagentur - es ging um die Weiterbeschäftigung meines Mannes, weiterer Vertrag für ein weiteres Jahr. Okay, er hat es geschafft, ein Jahr ist wieder gewonnen, in dem es immerhin ein wenig besser ist, als nur mit Hartz IV.
Ich wollte ihn begleiten, denn wer geht schon gerne alleine zur Arbeitsagentur? Eine Bekannte - leider von den Evangelen - wollte mich fahren, sodass ich den Rollstuhl nicht benötigt hätte. Hin zur Arbeitsagentur klappte es dann auch, obwohl sie da auch schon verspätet kam. Mein Mann war dann schon fertig...
"Ich bin gleich wieder da", sagte sie, mit einem Ohr am Handy...
Dann war sie weggefahren und ich sah sie nicht mehr die nächste Zeit. Gott sei Dank war mein Mann schon fertig, und wir warteten noch eine halbe Stunde - in praller Sonne...
Dann setzte ich mich auf einen Stuhl eines Freiluftcafès, mein Mann begann die Bekannte zu suchen - nichts. Überall da, wo wir es abgemacht hatten, falls etwas sein sollte - nichts. Wie komme ich nach Hause?... Gute Frage, denn ich kann eigentlich nur einige Schritte noch gut gehen, dann nehmen die quälenden Schmerzen überhand.
Es blieb mir nichts anderes übrig, als loszugehen. Wie ein nasser Sack hing ich am Arm meiunes Mannes und quaälte mich durch die halbe Stadt, dann konnte ich einfach nicht mehr. In einer Bäckerei rief mir dann die Bedienung ein Taxi, stellte mir einen Stuhl bereit, damit ich mich ausruhen konnte. Mein Mann musste wieder an seine Arbeit gehen.
Zu Hause bekomme ich mit dem Schlüssel die Wohnungstüre nicht mehr auf, weil das meine Finger nicht mehr packen. Das Taxi kam, am Steuer eine ältere Dame, und ich sagte ihr gleich mein Problem. "Das bekommen wir auch noch hin", sagte sie. Und so war es auch - sie stieg mit mir aus, gab darauf acht, dass ich gut die paar Stufen vollends herunter kam, und schloss dann meine Türe auf. "Alles Gute, einen schönen Tag, und Tschüss!"
Mein Kater kam mir mit gekrauster Ketzenstirne entgegen - das macht er immer, wenn er besorgt um mich ist - es sieht zum Lachen aus. Aufatmen bei mir... Ich war so erledigt, dass ich mich nur noch langsam umgezogen habe, und dann ins Bett gefallen bin.
Wenn nicht alles schon vorher fest abgemacht worden wäre bei der Bekannten, würde ich ja kein Wort darüber verlieren. Aber, heute ist es so, dass sich keiner mehr auf andere einläßt, sich keine Gedanken macht, wie sich der andere fühlt, wenn man sich verlassen irgendwo befindet, und nicht mehr aus eigener Kraft zurück kann.
Ich rief sie dann auf dem Handy an: "Jaaa, ich bin aufgehalten worden..." Hm.
Freitag, 30. April 2010
Passiver Widerstand gegen Besatzung, auch wenn es zu wenig erscheint... --- Antwort zu Suse
...gegen das Töten und Abschlachten, das zur Zeit anscheinend wieder opportun erscheint. Ausserdem gibt es ja nun bald wieder ein Verwundeten-Abzeichen für unsere "Jungs".
Es schwebt ihnen so etwas wie der Purple Heart vor, und dann gibt es noch mehr Brimborium. Aber, das alles war doch klar, wenn der zu Guttenberg - unser Kriegsminister - sagt, dass es weitergeht, und nicht nur in Afghanistan. Frieden - Miteinander - so etwas schwebt doch nur dem gmeinen Volke vor, das es kommod haben will - denen aber nicht, die dieses Volk regieren.
Allerdings halten die auch nirgendwo selber ihren Arsch hin...
Die verteidigungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Elke Hoff, sprach sich für die Einführung eines Abzeichens für verletzte Bundeswehrsoldaten aus. „Angesichts der traurigen Tatsache, dass regelmäßig Soldaten der Bundeswehr im Einsatz verwundet werden, halte ich die Einführung eines Verwundetenabzeichens ähnlich dem amerikanischen ´Purple Heart´ für sinnvoll und wünschenswert“, sagte Hoff der „Bild“-Zeitung vom Donnerstag. So könne der Dienstherr „das große Opfer der Soldaten“ würdigen.
Weiter lesen:
http://www.focus.de/politik/deutschland/bundeswehr-fdp-fuer-verwundetenabzeichen_aid_503259.html
Es schwebt ihnen so etwas wie der Purple Heart vor, und dann gibt es noch mehr Brimborium. Aber, das alles war doch klar, wenn der zu Guttenberg - unser Kriegsminister - sagt, dass es weitergeht, und nicht nur in Afghanistan. Frieden - Miteinander - so etwas schwebt doch nur dem gmeinen Volke vor, das es kommod haben will - denen aber nicht, die dieses Volk regieren.
Allerdings halten die auch nirgendwo selber ihren Arsch hin...
Bundeswehr
FDP für Verwundetenabzeichen
In Afghanistan wird es für deutsche Soldaten immer gefährlicher. Mit mehr Toten und Verletzten ist zu rechnen – die FDP will deshalb eine Ehrung für Verwundete.
Weiter lesen:
http://www.focus.de/politik/deutschland/bundeswehr-fdp-fuer-verwundetenabzeichen_aid_503259.html
Was würdest Du machen ?...
...wenn wir Besatzung hätten, Krieg gegen unsere Bevölkerung, gegen jene, die gegen diese Besatzung sind?
Schon im Jahr 2007 war die Sehnsucht der ganz normalen Menschen in Afghanistan nach Frieden gross, und manche Leute die dort waren, sagten aber, dass es das letzte Jahr sei mit Chancen auf ein Friedensabkommen. Es wurde nichts daraus, der Krieg ging weiter, während wir hier eingelullt wurden mit den Sprüchen vom Brunnenbohren und Aufbau.
Unter Aufbau verstehen die Militärs sowieso etwas anderes, als der durchschnittliche Bürger - da werden keine Häuser, oder Einrichtungen gebaut - da wird Sicherheit angestrebt, und alles was dazu nötig ist - Polizei, etc., soll aufgebaut werden.
Dann landet man in irgendwelchen Foren, oder auf einer Website - weil man recherchiert - und diskutiert ein wenig, die übliche Frage: Was tun wir eigentlich dort? WEnn wir schon dort sind, machen wir das Richtige, wird das überhaupt hinterfragt von den Beteiligten? --- und, plötzlich taucht einer auf, der mitmischt, der das alles befürwortet ohne grosse Fragen, der behauptet, die Afghanen brauchen uns,- das Chaos geht los, wenn wir einfach abziehen, - und, na klar, wir sind dann auch gefährdeter. Das Trommelfeuer der jetzigen, gängigen Argumente, verbunden mit der Begeisterung die er vermitteln will, dass unsere "Jungs" dort grossartig sind - egal ob jene aus Deutschland, oder sonstwo her, und die Amis sowieso...
Die meisten verstummen dann, lassen diesen Typen alleine salbadern. Keiner stellt eine Frage, oder in Frage - es steht da dann so einfach, wie die vorigen Aussagen der anderen auch. Meistens wird dann mit den Anschägen und Selbstmordattentaten noch eins obendrauf gegeben, an Begründung.
Es ist seltsam, dass keinem einzigen Beteiligten die Frage einfällt, die gestellt werden müßte - dringend, und immer drängender, wenn Frieden für die Welt tatsächlich gewollt würde: Es mag ja sein, dass die Afghanen Hilfe brauchen können, - mag ja sein, dass sie andere brauchen. Aber ist das, was wir dort tun, das Richtige? Vor allem gehen wir davon aus, dass das was getan wird, den Frieden und Leben wiederum für die Menschen dort bedeuten soll - aber was sind die Gründe der Regierenden? Haben sie vielleicht auch noch andere Interressen, die das begründen, was dort abgeht - die dafür sorgen, dass eher Tod statt Leben und Frieden auch von dieser Seite ausgeht?
Und, würde sich so ein Forenpropagandist auf diese Fragen ernsthaft einlassen - mit Tiefgang und eigenem Bedenken - statt nur die üblichen Gründe wiederzukäuen? Wohl kaum, aber für uns selber, - für uns alle wären diese Fragen wichtig. Und, dazu die Frage, warum wir so unduldsam sind - gegenüber Burkas, Frauen, Menschen aus anderen Ländern.
Wohin soll es gehen mit der Welt, wenn wir alle wieder in die Barbarei hinein rennen? Ist das soviel besser, als miteinander und vor allem füreinander, statt gegeneinander? Wir bringen unseren Kindern nichs bei, ausser auch auf andere loszugehen, nichts durchgehen zu lassen, unduldsam und krass zu reagieren.
Kriegerisches färbt immer ab, prägt immer alle mit, ob sie das so wollen oder nicht. Und, genau da sind wir wieder heftig mit dabei, diese Prägungen der Welt aufzudrücken - den Menschen, den Kindern, der Zukunft.
Schon im Jahr 2007 war die Sehnsucht der ganz normalen Menschen in Afghanistan nach Frieden gross, und manche Leute die dort waren, sagten aber, dass es das letzte Jahr sei mit Chancen auf ein Friedensabkommen. Es wurde nichts daraus, der Krieg ging weiter, während wir hier eingelullt wurden mit den Sprüchen vom Brunnenbohren und Aufbau.
Unter Aufbau verstehen die Militärs sowieso etwas anderes, als der durchschnittliche Bürger - da werden keine Häuser, oder Einrichtungen gebaut - da wird Sicherheit angestrebt, und alles was dazu nötig ist - Polizei, etc., soll aufgebaut werden.
Dann landet man in irgendwelchen Foren, oder auf einer Website - weil man recherchiert - und diskutiert ein wenig, die übliche Frage: Was tun wir eigentlich dort? WEnn wir schon dort sind, machen wir das Richtige, wird das überhaupt hinterfragt von den Beteiligten? --- und, plötzlich taucht einer auf, der mitmischt, der das alles befürwortet ohne grosse Fragen, der behauptet, die Afghanen brauchen uns,- das Chaos geht los, wenn wir einfach abziehen, - und, na klar, wir sind dann auch gefährdeter. Das Trommelfeuer der jetzigen, gängigen Argumente, verbunden mit der Begeisterung die er vermitteln will, dass unsere "Jungs" dort grossartig sind - egal ob jene aus Deutschland, oder sonstwo her, und die Amis sowieso...
Die meisten verstummen dann, lassen diesen Typen alleine salbadern. Keiner stellt eine Frage, oder in Frage - es steht da dann so einfach, wie die vorigen Aussagen der anderen auch. Meistens wird dann mit den Anschägen und Selbstmordattentaten noch eins obendrauf gegeben, an Begründung.
Es ist seltsam, dass keinem einzigen Beteiligten die Frage einfällt, die gestellt werden müßte - dringend, und immer drängender, wenn Frieden für die Welt tatsächlich gewollt würde: Es mag ja sein, dass die Afghanen Hilfe brauchen können, - mag ja sein, dass sie andere brauchen. Aber ist das, was wir dort tun, das Richtige? Vor allem gehen wir davon aus, dass das was getan wird, den Frieden und Leben wiederum für die Menschen dort bedeuten soll - aber was sind die Gründe der Regierenden? Haben sie vielleicht auch noch andere Interressen, die das begründen, was dort abgeht - die dafür sorgen, dass eher Tod statt Leben und Frieden auch von dieser Seite ausgeht?
Und, würde sich so ein Forenpropagandist auf diese Fragen ernsthaft einlassen - mit Tiefgang und eigenem Bedenken - statt nur die üblichen Gründe wiederzukäuen? Wohl kaum, aber für uns selber, - für uns alle wären diese Fragen wichtig. Und, dazu die Frage, warum wir so unduldsam sind - gegenüber Burkas, Frauen, Menschen aus anderen Ländern.
Wohin soll es gehen mit der Welt, wenn wir alle wieder in die Barbarei hinein rennen? Ist das soviel besser, als miteinander und vor allem füreinander, statt gegeneinander? Wir bringen unseren Kindern nichs bei, ausser auch auf andere loszugehen, nichts durchgehen zu lassen, unduldsam und krass zu reagieren.
Kriegerisches färbt immer ab, prägt immer alle mit, ob sie das so wollen oder nicht. Und, genau da sind wir wieder heftig mit dabei, diese Prägungen der Welt aufzudrücken - den Menschen, den Kindern, der Zukunft.
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